„Klopfer geh“

Das Klopfer geh ist ein alter bayrischer Brauch und findet meist an den drei Donnerstagen zwischen dem ersten und vierten Advent statt. In kleinen Gruppen gehen Kinder an den drei Donnerstagen bei Anbruch der Dunkelheit von Haus zu Haus, sagen einen Spruch auf oder singen ein Lied und bekommen dafür Süßigkeiten und Geldspenden. Häufig wird der Erlös auch einem wohltätigen Zweck gespendet.

An der Mittelschule Taufkirchen (Vils) hat das Klopfer geh eine lange Tradition; Edith Puschmann, eine ehemalige Kollegin, hat in ihrer Lehrerzeit an der Schule über viele Jahre mit den Kindern ihres Schulchores dieses Brauchtum gepflegt und große Spendensummen gesammelt und caritativen Zwecken zugeführt.

Edith Puschmann war auch die erste Anlaufstelle als es hieß, diese Tradition wieder aufleben zu lassen. In ihren Unterlagen wurde sie fündig und konnte entsprechendes Material zu Tage fördern, u.a. auch das Klopferlied. So konnte man  starten.

Schnell fanden sich begeisterte Fünft-, Sechst- und Siebtklässler und gemeinsam unter Anleitung von Frau Schweinitzer studierte man in mehreren Anläufen das Klopferlied ein. Eingeteilt in kleinen Gruppen unter der Aufsicht jeweils einer oder zweier Lehrkräfte ging es dann an drei Abenden – z.T. bei seeeehr schlechtem Wetter, los. Freudig und auch etwas aufgeregt gingen die Gruppen von Haus zu Haus und überall wurden unsere Klopferkinder gerne empfangen um mit reichen Gaben beschenkt. Unterwegs waren sie in Taufkirchen, in Moosen, in Schröding, Hohenpolding, Steinkirchen und Inning am Holz.

Diese Woche sind unsere Klopferkinder noch fleißig und machen sich noch einmal auf den Weg – bereits jetzt haben sie eine sehr beachtliche Summe an Spendengeld eingenommen. Wohin letztendlich gespendet wird, entscheiden die Klopferkinder noch gemeinsam. So oder so – mit den Spenden wird Gutes getan.

(Ade Geier)