Holzschalen schnitzen für die 6. Jahrgangsstufe

Es ist schon zur Tradition geworden, dass Schreinermeister Bernhard Galler mit seinen „Assistenten“ von der Schnitzerei der Höhenberg Werkstätten (Werkstatt für behinderte Menschen) vor Weihnachten einen Holzschalen-Schnitzkurs anbietet. Auch heuer war das Interesse der Sechstklässler groß, sodass leider nicht alle Bewerber teilnehmen konnten.

Nachdem in der ersten Kurseinheit die Schnitzwerkzeuge vorgestellt und die Kinder in den sachgerechten Umgang damit eingewiesen worden waren, wurde mit Elan und schwungvollem Tatendrang das Holzstück mit Schnitzmesser und Hammer bearbeitet. Kraft und Ausdauer waren zunächst beim Grobschnitzen und dem anschließenden Feinschnitzen gefragt. So manche Blase an den Händen konnte nur durch regelmäßiges Eincremen verhindert werden. Die schweißtreibenden Arbeiten wurden stets wachsam durch Herrn Galler und seine Mitarbeiter begleitet und wo nötig auch optimiert.

Die Schüler gaben nach dem Einsatz der Ziehklingen den Schalen mit Schleifpapier unterschiedlicher Körnung den „letzten Schliff“. Am letzten Kursnachmittag besuchten die fleißigen Schnitzer die erst kürzlich neu eröffnete Schnitzwerkstatt in Höhenberg, wo sie den Lebens- und Arbeitsort der betreuten Mitarbeiter kennenlernen und den Holzschalen einen feinen Ölanstrich verpassen durften. 


Auch während dieses Kurses konnten die Schüler erfahren, wie engagiert und geschickt die behinderten Menschen ihrer Arbeit nachgehen und mit welcher Freude sie ihr Können weiter geben. War die Begegnung mit den betreuten Mitarbeitern anfangs noch etwas „hölzern“, so näherten sich die Teilnehmer ihren Anleitern doch immer mehr an und es wurde so mancher Spaß miteinander gemacht. Die Schüler äußerten sich abschließend durchweg positiv und betonten, wie viel sie von den Mitarbeitern der Höhenberg Werkstätten lernen konnten, vor allem was die Freude an der Arbeit und die Zufriedenheit mit ihrem Leben im Allgemeinen betrifft.

(Ingeborg Seidl)