Ein Unterschlupf für die Wildnispädagogik

 
Die Schüler der achten Ganztagesklasse restaurieren im Rahmen des Wildnispädagogikprojekts ein Holztipi und bereiten alles für dessen Aufbau am Gronimoshof  vor. 

Seit mittlerweile zwei Jahren arbeiten ausgebildete Wildnispädagogen um Jan Pieper mit den fünften bis siebten Klassen der Mittelschule. In dieser Sonderform des Sozialen Lernens geht es um die Vermittlung von Schüsselqualifikationen wie kreatives Problemlösen, soziale Kompetenz oder Zusammenarbeit im Team. Dabei werden den Schülern sinnliche Erfahrungen in der Natur vermittelt sowie praktische Fertigkeiten wie z. B. das Feuermachen eingeübt. An regnerischen Tagen kann es im Wald allerdings sehr ungemütlich werden. 


Da traf es sich sehr gut, dass Streetworker Andreas Götz von der Brücke Erding e. V. ein Tipi, das in der Gemeinde Schwindegg gestanden hatte, zur Verfügung stellte. Einen Unterschlupf gegen Wind und Wetter auf dem Gronimos-Hof zu errichten, das wäre eine tolle Sache! Leider schien das Holzkonstrukt seine besten Zeiten bereits hinter sich zu haben. 
Also machten sich die Ganztagesschüler der achten Klasse mit Hilfe der Sozialpädagoginnen Barbara Sedlmeir und Veronika Bauer sowie den beiden Wildnispädagogen Jan Pieper und David Mühlbauer daran, das Tipi zu restaurieren und es sicher im Boden zu verankern. Unter fachkundiger Anleitung von Maurer Hans Pölsterl mischten sie Zement, brachten die Verankerungen im Boden ein, behoben Schäden am Holz, schliffen es ab und bestrichen die Seitenteile mit weißer Farbe.  
In einem nächsten Arbeitsgang werden die Schüler das Tipi aufrichten und verschrauben. Ein kleines Richtfest scheint aber auch schon in Planung zu sein.

(Michael Koch)